Ausbildung zum Industriekaufmann Fachrichtung Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen (m/w/d)

Kurze Definition

Die Ausbildung Industriekaufmann:frau – Fachrichtung Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen bereitet auf kaufmännische Tätigkeiten in international tätigen Industrieunternehmen vor. Fachkräfte arbeiten in Bereichen wie Einkauf, Vertrieb, Export, Marketing oder Personal und kommunizieren dabei auch mit internationalen Kund:innen und Lieferant:innen. Der Beruf verbindet Betriebswirtschaft mit internationalen Geschäftsprozessen und Fremdsprachen.

Kurzüberblick

Diese Ausbildung erweitert die klassische Ausbildung Industriekaufmann:frau um internationale Inhalte und Fremdsprachen. Auszubildende lernen, wie internationale Geschäftsprozesse organisiert werden, zum Beispiel im Einkauf, Vertrieb oder Export. Ein typischer Arbeitstag kann darin bestehen, Angebote für internationale Kund:innen zu erstellen oder Lieferungen mit ausländischen Lieferant:innen zu koordinieren.

  • Typische Tätigkeiten: Angebote erstellen, Bestellungen bearbeiten, mit internationalen Kund:innen kommunizieren, Lieferungen organisieren, Projekte im Vertrieb oder Einkauf unterstützen
  • Dauer: meist 3 Jahre
  • Abschluss: IHK-Abschluss als Industriekaufmann:frau (mit Zusatzqualifikation Fremdsprachen / International)
  • Zukunftsperspektiven: Tätigkeiten im internationalen Vertrieb, Einkauf, Export oder Projektmanagement

Die Ausbildung verbindet kaufmännische Aufgaben mit internationalen Geschäftsprozessen.

Was lernst Du in der Ausbildung?

Während der Ausbildung lernen Auszubildende die kaufmännischen Abläufe in Industrieunternehmen kennen. In der internationalen Fachrichtung arbeiten Auszubildende zusätzlich mit internationalen Kund:innen, Lieferant:innen oder Standorten.

Im Betrieb arbeiten Auszubildende mit ERP-Systemen, Tabellenkalkulation, E-Mail, Angebotssoftware und Warenwirtschaftssystemen. Sie erstellen Angebote, bearbeiten Bestellungen oder planen Lieferungen – teilweise auch auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache.

Typische Lerninhalte sind zum Beispiel:

  • Angebote erstellen und Aufträge bearbeiten
  • Einkauf und Lieferantenkommunikation organisieren
  • internationale Geschäftsprozesse und Exportabläufe unterstützen

Auch Themen wie Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Export, Zoll, Marketing oder Fremdsprachen gehören zur Ausbildung.
Die Ausbildung vermittelt damit praktische Fähigkeiten für kaufmännische Tätigkeiten in international tätigen Unternehmen.

Wo arbeitest Du später?

Nach der Ausbildung arbeiten Industriekaufleute mit internationaler Fachrichtung in Industrieunternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen.

Typische Arbeitgeber sind zum Beispiel:

  • Industrieunternehmen
  • Maschinenbauunternehmen
  • Export- und Handelsunternehmen
  • Produktionsunternehmen mit internationalen Kund:innen

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Internationaler Vertrieb
  • Einkauf und Lieferantenmanagement
  • Export und Logistik
  • Marketing oder Projektmanagement

Der Arbeitsalltag findet meist im Büro und in internationalen Projektteams statt.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung ist eine duale Ausbildung und findet im Unternehmen und in der Berufsschule statt. Zusätzlich gibt es häufig Unterricht in Fremdsprachen oder internationale Inhalte.

Typischer Ablauf:

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Praxis: Einkauf, Vertrieb, Export, Rechnungswesen
  • Theorie: Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Wirtschaft, Fremdsprachen

Am Ende der Ausbildung steht die IHK-Abschlussprüfung. Je nach Ausbildung gibt es zusätzlich eine Fremdsprachenprüfung oder Zusatzqualifikation International.

Welche Voraussetzungen solltest Du mitbringen?

Für die Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Viele Unternehmen erwarten jedoch Realschulabschluss oder Abitur.

Hilfreiche Interessen und Fähigkeiten sind zum Beispiel:

  • Interesse an Wirtschaft und internationalen Themen
  • Fremdsprachenkenntnisse, besonders Englisch
  • organisatorisches Denken und Kommunikation

Auch sicheres Arbeiten mit Computer und Zahlen ist wichtig.

Was verdienst Du währenddessen und danach?

Während der Ausbildung erhalten Auszubildende eine monatliche Ausbildungsvergütung.

Typische Ausbildungsvergütung (brutto):

    1. Ausbildungsjahr: etwa 1.000 – 1.100 €
    2. Ausbildungsjahr: etwa 1.100 – 1.200 €
    3. Ausbildungsjahr: etwa 1.200 – 1.300 €

Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt häufig zwischen etwa 2.800 und 3.400 € brutto pro Monat, abhängig von Unternehmen und Aufgabenbereich.

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung bestehen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Industriefachwirt:in
  • Betriebswirt:in
  • Weiterbildung im Bereich International Business oder Außenhandel
  • Studium Betriebswirtschaft oder International Business

Mit Berufserfahrung können Fachkräfte im internationalen Vertrieb oder Projektmanagement arbeiten.

Warum ist dieser Weg zukunftssicher?

Viele Industrieunternehmen arbeiten international mit Kund:innen und Lieferant:innen zusammen. Einkauf, Vertrieb und Logistik laufen häufig über internationale Märkte.

Fachkräfte, die kaufmännische Prozesse verstehen und in Fremdsprachen kommunizieren können, werden deshalb in international tätigen Unternehmen benötigt.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zum normalen Industriekaufmann?

Zusätzlich zu den kaufmännischen Inhalten arbeitest Du viel mit internationalen Kund:innen und Fremdsprachen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre.

Welche Fremdsprachen braucht man?

Meist Englisch, teilweise auch eine weitere Fremdsprache.

Wo arbeitet man nach der Ausbildung?

Zum Beispiel im internationalen Vertrieb, Einkauf oder Export.

Braucht man Abitur?

Nein, aber viele Unternehmen erwarten Realschulabschluss oder Abitur.

Kann man später international arbeiten?

Ja. Besonders im Export, Vertrieb oder internationalen Projektmanagement.

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