Kurze Definition
Das duale Studium Bachelor of Arts Betriebswirtschaftslehre (BWL) – Handel mit Vertiefung Agrarwirtschaft verbindet ein betriebswirtschaftliches Studium mit praktischer Arbeit im Agrarhandel. Studierende lernen, Handelsprozesse zu planen, landwirtschaftliche Produkte zu vermarkten und betriebliche Abläufe im Agrarhandel zu steuern. Theoriephasen an der Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen im Unternehmen ab.
Kurzüberblick
Das duale Studium vermittelt Kenntnisse über Handelsmanagement, Betriebswirtschaft und agrarwirtschaftliche Märkte. Studierende beschäftigen sich mit Warenströmen landwirtschaftlicher Produkte, Einkauf und Verkauf sowie wirtschaftlichen Zusammenhängen im Agrarhandel.
- Typische Tätigkeiten: Handelsprozesse planen, Warenströme koordinieren, Lieferanten betreuen, Verkaufsstrategien entwickeln, Marktanalysen durchführen
- Dauer: meist 6–7 Semester
- Abschluss: Bachelor of Arts (B. A.)
- Zukunftsperspektiven: Tätigkeiten im Agrarhandel, in Handelsunternehmen oder in landwirtschaftsnahen Branchen
Das duale Studium verbindet betriebswirtschaftliche Theorie mit praktischer Erfahrung im Handel landwirtschaftlicher Produkte.
Was lernst Du im Studium?
Im Studium lernen angehende Betriebswirt:innen im Handel, wie Warenströme organisiert und Handelsprozesse gesteuert werden. In der Vertiefung Agrarwirtschaft geht es zusätzlich um Märkte und Produkte aus der Landwirtschaft.
Ein typisches Praxisprojekt kann zum Beispiel darin bestehen, den Einkauf von Futtermitteln zu planen, Lieferketten für landwirtschaftliche Produkte zu analysieren oder Verkaufsstrategien für Agrarprodukte zu entwickeln.
Typische Lerninhalte sind zum Beispiel:
- betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Controlling und Rechnungswesen
- Handelsprozesse im Einkauf und Vertrieb organisieren
- Agrarmärkte und landwirtschaftliche Produkte analysieren
Während der Praxisphasen arbeiten Studierende häufig mit Warenwirtschaftssystemen, Verkaufsanalysen oder Logistikprozessen. Dabei begleiten sie Handelsabläufe von der Beschaffung bis zum Verkauf.
Das Studium vermittelt damit praktische Kenntnisse über Handelsmanagement in der Agrarwirtschaft.
Wo arbeitest Du später?
Nach dem dualen Studium arbeiten Absolvent:innen häufig im Handel oder in Unternehmen der Agrarwirtschaft.
Typische Arbeitgeber sind zum Beispiel:
- Agrarhandelsunternehmen
- landwirtschaftliche Genossenschaften
- Handelsunternehmen im Bereich Agrarprodukte
- Unternehmen aus Futtermittel-, Saatgut- oder Agrartechnikhandel
Typische Einsatzbereiche sind:
- Einkauf: Beschaffung landwirtschaftlicher Produkte oder Betriebsmittel
- Vertrieb: Verkauf und Kundenbetreuung im Agrarhandel
- Handelsmanagement: Planung von Warenströmen und Handelsstrategien
- Logistik: Organisation von Lieferketten und Warenbewegungen
Der Arbeitsalltag findet häufig im Büro, im Vertrieb oder in Handelsunternehmen statt.
Wie läuft das duale Studium ab?
Das duale Studium kombiniert Theoriephasen an einer Hochschule oder dualen Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen. Dadurch sammeln Studierende bereits während des Studiums praktische Erfahrung im Handel.
In den ersten Semestern stehen betriebswirtschaftliche Grundlagen im Mittelpunkt. Später folgen Vertiefungen im Handel und in der Agrarwirtschaft.
Typischer Ablauf:
- Studiendauer: meist 6–7 Semester
- Theorie: Betriebswirtschaft, Handel, Marketing und Controlling
- Praxis: Mitarbeit im Einkauf, Vertrieb oder Handelsmanagement
Während der Praxisphasen arbeiten Studierende häufig in Abteilungen wie Einkauf, Verkauf oder Logistik.
Welche Voraussetzungen solltest Du mitbringen?
Für ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre benötigst Du eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur oder Fachhochschulreife. Zusätzlich ist ein Praxisvertrag mit einem Unternehmen erforderlich.
Hilfreiche Interessen und Fähigkeiten sind zum Beispiel:
- Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und Handel
- organisatorisches Denken bei Warenströmen und Handelsprozessen
- Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Kund:innen und Geschäftspartner:innen
Auch Interesse an Landwirtschaft und Agrarmärkten kann für die Vertiefung Agrarwirtschaft hilfreich sein.
Was verdienst Du währenddessen und danach?
Im dualen Studium erhalten Studierende meist eine monatliche Vergütung vom Praxisunternehmen.
Typische Vergütungen im dualen Studium (brutto):
- ca. 900 – 1.200 € pro Monat während des Studiums
Nach dem Studium liegt das Einstiegsgehalt häufig zwischen etwa 3.000 und 3.800 € brutto pro Monat, abhängig von Branche, Unternehmen und Region.
Mit zunehmender Berufserfahrung oder Führungsverantwortung kann sich das Gehalt weiter entwickeln.
Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Nach dem Studium bestehen verschiedene Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
Typische Optionen sind zum Beispiel:
- Masterstudium in Betriebswirtschaft oder Agrarmanagement
- Spezialisierungen im Handelsmanagement oder Agrarhandel
- Führungspositionen im Einkauf, Vertrieb oder Handelsmanagement
Mit Berufserfahrung können Absolvent:innen auch verantwortliche Positionen im Agrarhandel oder in Handelsunternehmen übernehmen.
Warum ist dieser Weg zukunftssicher?
Die Landwirtschaft und der Agrarhandel spielen eine zentrale Rolle in der Lebensmittelversorgung und Wirtschaft. Handelsunternehmen organisieren den Einkauf, Transport und Verkauf landwirtschaftlicher Produkte.
Gleichzeitig entwickeln sich Agrarmärkte, Lieferketten und Handelsprozesse durch Digitalisierung und internationale Märkte weiter.
Fachkräfte mit betriebswirtschaftlichem Wissen und Verständnis für Agrarwirtschaft bleiben daher langfristig gefragt.
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