Duales Studium BWL – Digital Commerce Management (B.A.)

Kurze Definition

Das duale Studium BWL – Digital Commerce Management (Bachelor of Arts) verbindet klassische Betriebswirtschaftslehre mit digitalem Handel, Datenmanagement und digitalen Geschäftsmodellen. Studierende lernen, wie Online- und stationäre Handelsprozesse geplant, analysiert und weiterentwickelt werden. In den Praxisphasen arbeiten sie beispielsweise an E-Commerce-Projekten, analysieren Kundendaten oder optimieren digitale Geschäftsprozesse.

Kurzüberblick

Digital Commerce Management beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen Produkte und Dienstleistungen über digitale und stationäre Vertriebskanäle erfolgreich anbieten. Das duale Studium kombiniert dafür BWL, Handel, Digitalisierung und IT-Grundlagen. In der Praxis können Studierende beispielsweise Verkaufsdaten eines Online-Shops auswerten, einen digitalen Bestellprozess untersuchen oder an einem neuen Vertriebskonzept mitarbeiten.

  • Typische Tätigkeiten: digitale Handelsprozesse analysieren, Kundendaten auswerten, E-Commerce-Projekte begleiten, Geschäftsmodelle entwickeln, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen unterstützen
  • Dauer: 6 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.) in Betriebswirtschaftslehre
  • Zukunftsperspektiven: E-Commerce, Digital Business, Marketing, Vertrieb, Business Intelligence, Projekt- und Prozessmanagement

Damit verbindet das Studium kaufmännisches Wissen mit Kompetenzen für digitalisierte Handels- und Dienstleistungsunternehmen.

Was lernst Du im dualen Studium?

Im Studium stehen zunächst betriebswirtschaftliche Grundlagen im Mittelpunkt. Dazu kommen spezielle Themen des Digital Commerce wie Geschäftsprozessmanagement, Beschaffung, Distribution, Marketing, Datenmanagement, Business Intelligence und digitale Geschäftsmodelle. Grundlagen der Informatik ergänzen die wirtschaftliche Ausbildung.

In den Praxisphasen werden diese Kenntnisse im Unternehmen eingesetzt. Ein konkretes Szenario ist die Analyse eines digitalen Verkaufsprozesses: Studierende untersuchen beispielsweise, an welcher Stelle Kund:innen einen Bestellvorgang abbrechen, werten Daten aus und unterstützen bei der Optimierung des Prozesses.

Typische Praxisfelder sind:

  • E-Commerce und Vertrieb: Online-Shops, digitale Vertriebskanäle und Verkaufsprozesse unterstützen
  • Daten und Prozesse: Kunden-, Verkaufs- oder Prozessdaten analysieren und für Entscheidungen aufbereiten
  • Digitalisierung: an neuen Geschäftsmodellen und digitalen Unternehmensprozessen mitarbeiten

Dabei können beispielsweise Shop-Systeme, ERP- und Warenwirtschaftssysteme, Analyse- und Business-Intelligence-Tools sowie Projektmanagement-Software zum Einsatz kommen. Welche Systeme konkret genutzt werden, hängt vom Praxisunternehmen ab.

Wo arbeitest Du später?

Absolvent:innen können insbesondere in Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen arbeiten, die digitale Geschäfts- und Vertriebsmodelle einsetzen. Die Studienrichtung ist dabei nicht ausschließlich auf reine Online-Shops ausgerichtet, sondern betrachtet auch die Verbindung von stationärem und digitalem Handel.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • E-Commerce und Digital Commerce
  • Marketing und digitaler Vertrieb
  • Business Intelligence und Datenmanagement
  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Einkauf und Supply Chain Management
  • Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle

Ein mögliches Praxisbeispiel ist das Omnichannel-Management: Dabei werden Online-Shop, stationärer Verkauf, Warenwirtschaft und Logistik so aufeinander abgestimmt, dass Kund:innen möglichst reibungslos zwischen den Kanälen wechseln können.

Wie läuft das duale Studium ab?

Das duale Studium BWL – Digital Commerce Management dauert bei der DHBW sechs Semester beziehungsweise drei Jahre und umfasst 210 ECTS-Punkte. Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen beim Dualen Partner wechseln sich regelmäßig ab.

  • Theorie: BWL, Digital Commerce, Informatik, Datenmanagement, Marketing und Geschäftsprozesse
  • Praxis: Mitarbeit an realen Digitalisierungs-, Handels- und Unternehmensprojekten
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)

In einer Praxisphase kann beispielsweise das theoretische Wissen aus dem Datenmanagement genutzt werden, um Verkaufs- oder Kundendaten eines Unternehmens zu analysieren. Dadurch wird das Hochschulwissen unmittelbar mit betrieblichen Aufgaben verbunden.

Welche Voraussetzungen solltest Du mitbringen?

Für das duale Bachelorstudium wird eine entsprechende Hochschulzugangsberechtigung benötigt. Je nach persönlichem Bildungsweg gelten unterschiedliche Zugangsbedingungen; die Anerkennung richtet sich nach den jeweiligen Hochschulvorgaben. Zusätzlich ist für das duale Studium ein Studienvertrag mit einem Dualen Partner beziehungsweise Praxisunternehmen erforderlich.

Hilfreich sind insbesondere:

  • Interesse an BWL, Handel und digitalen Technologien
  • analytisches Denken und ein gutes Verständnis für Zahlen
  • Interesse an E-Commerce, Daten und Geschäftsprozessen
  • Kommunikations- und Organisationsfähigkeit

Diese Fähigkeiten sind beispielsweise gefragt, wenn Verkaufszahlen ausgewertet und daraus Maßnahmen für einen Online-Shop oder digitalen Vertriebskanal abgeleitet werden.

Was verdienst Du währenddessen und danach?

Während eines dualen Studiums erhalten Studierende in der Regel eine monatliche Vergütung vom Praxisunternehmen. Die konkrete Höhe hängt vom Unternehmen, der Branche und einer möglichen Tarifbindung ab und kann deshalb deutlich variieren.

Auch nach dem Abschluss gibt es kein einheitliches Einstiegsgehalt. Ausschlaggebend sind vor allem Tätigkeit, Branche, Unternehmensgröße, Region und Berufserfahrung.

Besonders die konkrete Position macht einen Unterschied: Eine Tätigkeit im E-Commerce-Management kann anders vergütet werden als der Einstieg in Business Intelligence, Vertrieb oder Projektmanagement.

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Der Studiengang eröffnet unterschiedliche Karrierewege, weil betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit Digitalisierungskompetenzen kombiniert werden. Die DHBW nennt unter anderem digitale Geschäftsmodelle sowie das Management digitaler Handels- und Vertriebsplattformen als zentrale Anwendungsfelder.

Mögliche Entwicklungsrichtungen sind:

  • E-Commerce- oder Digital-Commerce-Management
  • Digital Marketing und Vertrieb
  • Business Intelligence und Datenmanagement
  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Digital Business Development

Nach dem Bachelor ist außerdem ein weiterführendes Masterstudium möglich, beispielsweise in Betriebswirtschaft, Digital Business, E-Commerce oder einem verwandten Managementbereich.

Warum ist dieser Weg zukunftssicher?

Handel findet zunehmend über miteinander verknüpfte digitale und stationäre Kanäle statt. Gleichzeitig verändern Daten, neue Technologien und digitale Geschäftsmodelle die Prozesse von Einkauf und Logistik bis Marketing und Vertrieb.

Unternehmen benötigen deshalb Fachkräfte, die BWL und Digitalisierung gemeinsam verstehen. Wer beispielsweise Verkaufsdaten analysieren und gleichzeitig deren Bedeutung für Marketing, Warenwirtschaft und Geschäftsprozesse beurteilen kann, bringt Kompetenzen für unterschiedliche Bereiche der digitalen Wirtschaft mit.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist BWL – Digital Commerce Management?

Digital Commerce Management verbindet Betriebswirtschaft mit digitalem Handel und Digitalisierung. Dabei geht es unter anderem um Geschäftsprozesse, Marketing, Datenmanagement, Business Intelligence und digitale Geschäftsmodelle.

Welchen Abschluss hat BWL – Digital Commerce Management?

Der duale Studiengang an der DHBW schließt mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Die Studiendauer beträgt sechs Semester.

Ist Digital Commerce Management dasselbe wie E-Commerce?

Nicht ganz. E-Commerce ist ein wichtiger Bestandteil, Digital Commerce Management betrachtet aber umfassender auch Geschäftsprozesse, Daten, Beschaffung, Distribution, Marketing und digitale Geschäftsmodelle.

Braucht man für das Studium Programmierkenntnisse?

Programmierkenntnisse sind nicht der alleinige Schwerpunkt des BWL-Studiums. Grundlagen der Informatik und der Umgang mit Daten und digitalen Technologien gehören jedoch zu den Studieninhalten.

Wo kann man nach dem Studium arbeiten?

Mögliche Bereiche sind E-Commerce, Marketing, Vertrieb, Datenmanagement, Business Intelligence sowie Projekt- und Prozessmanagement. Auch die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle bietet ein mögliches Tätigkeitsfeld.

Ist BWL – Digital Commerce Management ein duales Studium?

Ja, der hier beschriebene DHBW-Studiengang ist dual aufgebaut. Theoriephasen an der Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen beim Dualen Partner ab.

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