Duales Studium Industrial Management (B.Sc./B.Eng.)

Kurze Definition

Das duale Studium Industrial Management (Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering) verbindet betriebswirtschaftliche Inhalte mit technischem Verständnis für industrielle Prozesse. Studierende lernen, Produktionsabläufe zu planen, betriebliche Prozesse zu steuern und technische Projekte wirtschaftlich zu organisieren. Theoriephasen an der Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen im Unternehmen ab.

Kurzüberblick

Das duale Studium vermittelt Kenntnisse über Betriebswirtschaft, Produktion und industrielle Prozesse. Studierende beschäftigen sich mit Produktionsplanung, Unternehmensorganisation und technischen Abläufen in Industrieunternehmen.

  • Typische Tätigkeiten: Produktionsprozesse analysieren, betriebliche Abläufe planen, Projekte koordinieren, Kosten berechnen, Produktionsplanung unterstützen
  • Dauer: meist 6–7 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Science (B. Sc.) oder Bachelor of Engineering (B. Eng.)
  • Zukunftsperspektiven: Tätigkeiten im Produktionsmanagement, Projektmanagement oder im technischen Management

Das duale Studium verbindet wirtschaftliche Grundlagen mit technischem Verständnis für industrielle Prozesse.

Was lernst Du im Studium?

Im Studium lernen angehende Industrial Manager:innen, wie industrielle Unternehmen organisiert sind und wie Produktionsprozesse gesteuert werden. Ein typisches Praxisprojekt kann zum Beispiel darin bestehen, einen Produktionsablauf zu analysieren, Materialflüsse zu planen oder Kosten für ein Fertigungsprojekt zu berechnen.

Während der Praxisphasen im Unternehmen arbeiten Studierende häufig mit Produktionsplanungssoftware, ERP-Systemen und Projektmanagement-Tools. Sie unterstützen Teams bei der Organisation von Produktionsprozessen oder bei technischen Projekten.

Typische Lerninhalte im Studium und im Unternehmen sind zum Beispiel:

  • betriebswirtschaftliche Prozesse in Industrieunternehmen analysieren
  • Produktionsabläufe planen und optimieren
  • Projekte im technischen Umfeld organisieren und begleiten

Auch Themen wie Logistik, Qualitätsmanagement oder Produktionsmanagement spielen häufig eine Rolle.

Das Studium vermittelt damit praktische Kenntnisse über Management und Organisation industrieller Prozesse.

Wo arbeitest Du später?

Nach dem dualen Studium arbeiten Absolvent:innen häufig in Industrieunternehmen oder in technischen Unternehmensbereichen.

Typische Arbeitgeber sind zum Beispiel:

  • Industrieunternehmen
  • Maschinenbauunternehmen
  • Produktionsunternehmen
  • Logistik- oder Technikunternehmen

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Produktionsmanagement: Planung und Organisation von Produktionsabläufen
  • Projektmanagement: Koordination technischer Projekte
  • Supply Chain Management: Organisation von Material- und Warenströmen
  • Qualitätsmanagement: Überwachung und Verbesserung von Produktionsprozessen

Der Arbeitsalltag findet häufig in Büros, Produktionsumgebungen oder Projektteams statt.

Wie läuft das duale Studium ab?

Das duale Studium kombiniert Theoriephasen an einer Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen. Dadurch sammeln Studierende bereits während des Studiums praktische Erfahrung in Industrieunternehmen.

In den ersten Semestern stehen Grundlagen der Betriebswirtschaft und Technik im Mittelpunkt. Dazu gehören zum Beispiel Rechnungswesen, Wirtschaftsmathematik oder Grundlagen der Produktion. Später folgen spezialisierte Inhalte zum Produktions- oder Projektmanagement.

Typischer Ablauf:

  • Studiendauer: meist 6–7 Semester
  • Theorie: Betriebswirtschaft, Produktionsmanagement, Logistik
  • Praxis: Mitarbeit in Projektteams, Produktionsplanung oder Managementbereichen

Während der Praxisphasen unterstützen Studierende häufig Teams im Produktionsmanagement oder in technischen Projekten.

Welche Voraussetzungen solltest Du mitbringen?

Für ein duales Studium im Bereich Industrial Management benötigst Du eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur oder Fachhochschulreife. Zusätzlich ist ein Praxisvertrag mit einem Unternehmen erforderlich.

Hilfreiche Interessen und Fähigkeiten sind zum Beispiel:

  • Interesse an wirtschaftlichen und technischen Zusammenhängen
  • analytisches Denken bei Produktions- und Unternehmensprozessen
  • organisatorisches Arbeiten bei Projekten und Abläufen

Auch mathematisches Verständnis und Kommunikationsfähigkeit können im Studium hilfreich sein.

Was verdienst Du währenddessen und danach?

Im dualen Studium erhalten Studierende meist eine monatliche Vergütung vom Praxisunternehmen.

Typische Vergütungen im dualen Studium (brutto):

  • ca. 900 – 1.200 € pro Monat während des Studiums

Nach dem Studium liegt das Einstiegsgehalt häufig zwischen etwa 3.200 und 4.100 € brutto pro Monat, abhängig von Branche, Unternehmen und Region.

Mit zunehmender Berufserfahrung oder Führungsverantwortung kann sich das Gehalt weiter entwickeln.

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach dem Studium bestehen verschiedene Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.

Typische Optionen sind zum Beispiel:

  • Masterstudium im Bereich Management oder Wirtschaftsingenieurwesen
  • Spezialisierungen im Produktionsmanagement oder Supply Chain Management
  • Projektleitung oder Managementaufgaben in Industrieunternehmen

Mit Berufserfahrung können Absolvent:innen auch verantwortliche Positionen in Produktionsplanung oder Unternehmensorganisation übernehmen.

Warum ist dieser Weg zukunftssicher?

Industrieunternehmen müssen Produktionsprozesse effizient organisieren und wirtschaftlich steuern. Gleichzeitig werden Produktionssysteme durch Digitalisierung, Automatisierung und globale Lieferketten immer komplexer.

Fachkräfte, die sowohl wirtschaftliche als auch technische Prozesse verstehen, werden daher in vielen Industriebereichen benötigt.

Jetzt bewerben

Du kannst Dich direkt bewerben, Deine Unterlagen hochladen oder einfach Deine Kontaktdaten hinterlassen – wir melden uns bei Dir.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Industrial Management?

Industrial Management verbindet Betriebswirtschaft mit technischem Verständnis für Produktionsprozesse. Ziel ist es, industrielle Abläufe wirtschaftlich zu planen und zu organisieren.

Was ist der Unterschied zu BWL?

Während klassische BWL stärker auf allgemeine Unternehmensführung fokussiert ist, beschäftigt sich Industrial Management stärker mit Produktionsprozessen und Industrieunternehmen.

Braucht man einen Praxispartner für das duale Studium?

Ja. Für ein duales Studium ist ein Unternehmen erforderlich, das die Praxisphasen begleitet.

In welchen Branchen kann man später arbeiten?

Typische Branchen sind Industrie, Maschinenbau, Produktion oder Logistik.

Welche Schulfächer sind hilfreich?

Mathematik und Wirtschaft können hilfreich sein. Technisches Verständnis für Produktionsprozesse ist ebenfalls wichtig.

Arbeitet man später eher im Büro oder in der Produktion?

Viele Tätigkeiten finden im Büro oder in Projektteams statt. Gleichzeitig gibt es häufig Einblicke in Produktionsbereiche und technische Abläufe.

SAM4Future