Studiengang BWL – Industrial Business Management (B.A.)

Kurze Definition

Das duale Studium BWL – Industrial Business Management (Bachelor of Arts) verbindet klassische Betriebswirtschaftslehre mit den besonderen Abläufen von Industrieunternehmen. Studierende lernen, wie Einkauf, Produktion, Logistik, Vertrieb, Controlling und Personalmanagement zusammenwirken und wie industrielle Geschäftsprozesse geplant und gesteuert werden. Der Studiengang ist an der DHBW als Bachelor of Arts mit sechs Semestern und 210 ECTS-Punkten etabliert.

Kurzüberblick

Industrial Business Management richtet den Blick auf die gesamte Wertschöpfung eines Industrieunternehmens. Während der Praxisphasen können Studierende beispielsweise Bestellungen im Einkauf auswerten, Produktionskennzahlen analysieren, Lieferketten planen oder Vertriebsprojekte begleiten. Dabei lernen sie verschiedene Unternehmensbereiche kennen und verstehen, wie kaufmännische Entscheidungen Produktion, Kosten, Liefertermine und Kund:innen beeinflussen.

  • Typische Tätigkeiten: Geschäftsprozesse analysieren, Einkauf und Logistik unterstützen, Kennzahlen auswerten, Vertriebsprojekte begleiten, Kosten kalkulieren und Projekte koordinieren
  • Dauer: 6 Semester beziehungsweise 3 Jahre
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.), 210 ECTS-Punkte
  • Zukunftsperspektiven: Einkauf, Supply Chain Management, Controlling, Marketing, Vertrieb, Personalmanagement sowie Projekt- und Prozessmanagement

Damit verbindet das Studium fundiertes BWL-Wissen mit einem konkreten Verständnis für industrielle Wertschöpfungsprozesse.

Was lernst Du im dualen Studium?

Im Studium werden zunächst die betriebswirtschaftlichen Grundlagen vermittelt. Dazu gehören beispielsweise Unternehmensrechnung, Marketing, Finanzierung und Personalmanagement. Hinzu kommen industriespezifische Themen wie Materialwirtschaft, Operations und Supply Chain Management, Marketing und Vertrieb sowie Prozess- und Projektmanagement.

In den Praxisphasen werden diese Kenntnisse direkt im Unternehmen eingesetzt. Ein typisches Szenario ist die Arbeit im Einkauf: Studierende vergleichen Angebote, analysieren Beschaffungsdaten und unterstützen dabei, Materialien rechtzeitig für die Produktion bereitzustellen.

Typische Praxisfelder sind:

  • Einkauf und Supply Chain: Beschaffung, Materialflüsse und Lieferketten unterstützen
  • Controlling: Kosten, Budgets und Unternehmenskennzahlen analysieren
  • Marketing und Vertrieb: Märkte untersuchen und Vertriebsaktivitäten begleiten

Dabei kommen beispielsweise ERP-Systeme, Tabellenkalkulationen, Reporting- und Business-Intelligence-Systeme sowie Projektmanagement-Tools zum Einsatz. So wird aus theoretischem BWL-Wissen praktische Unternehmenssteuerung.

Wo arbeitest Du später?

Nach dem Studium bieten sich besonders in Industrieunternehmen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Das Spektrum reicht von produzierenden Mittelstandsunternehmen bis zu international tätigen Industriekonzernen. Die DHBW nennt kaufmännische Funktionen wie Controlling und Finanzwesen, Marketing und Vertrieb, Beschaffung und Logistik sowie Personalwesen als typische Berufsfelder.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Einkauf und Beschaffung
  • Produktions- und Materialwirtschaft
  • Logistik und Supply Chain Management
  • Controlling und Finanzwesen
  • Marketing und Vertrieb
  • Personalmanagement
  • Projekt- und Prozessmanagement

Im Supply Chain Management kann eine typische Aufgabe beispielsweise darin bestehen, Liefertermine und Bestände auszuwerten und daraus Maßnahmen für einen zuverlässigeren Materialfluss abzuleiten.

Wie läuft das duale Studium ab?

Das Studium ist dual aufgebaut. An der DHBW wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen beim Dualen Partner typischerweise in etwa dreimonatigem Rhythmus ab. Insgesamt dauert das Studium drei Jahre beziehungsweise sechs Semester.

  • Theorie: BWL, VWL, Recht, Mathematik, industrielle Wertschöpfung und weitere wirtschaftswissenschaftliche Inhalte
  • Praxis: Mitarbeit in kaufmännischen Unternehmensbereichen und an realen Projekten
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.) mit 210 ECTS-Punkten

So kann beispielsweise Wissen über Kostenrechnung aus der Hochschule später genutzt werden, um Produktionskosten im Unternehmen auszuwerten.

Welche Voraussetzungen solltest Du mitbringen?

Für ein duales Studium wird eine entsprechende Hochschulzugangsberechtigung benötigt. Welche schulischen Abschlüsse anerkannt werden und welche zusätzlichen Voraussetzungen gelten, hängt von Hochschule und individuellem Bildungsweg ab. Außerdem ist ein Studienvertrag mit einem Dualen Partner beziehungsweise Praxisunternehmen erforderlich.

Hilfreich sind:

  • Interesse an Wirtschaft und Industrie
  • analytisches Denken und Verständnis für Zahlen
  • Interesse an Unternehmens- und Produktionsprozessen
  • Organisations- und Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit

Diese Fähigkeiten werden beispielsweise benötigt, wenn Produktionskennzahlen analysiert, Lieferprobleme mit verschiedenen Abteilungen abgestimmt oder Ergebnisse für ein Projekt präsentiert werden.

Was verdienst Du währenddessen und danach?

Während eines dualen Studiums erhalten Studierende eine monatliche Vergütung durch das Partnerunternehmen. Die Höhe ist nicht für alle Studierenden einheitlich, sondern hängt unter anderem vom Unternehmen und einer möglichen Tarifbindung ab. Die DHBW bestätigt die monatliche Vergütung während des gesamten Studiums.

Auch nach dem Bachelor gibt es kein festgelegtes Einstiegsgehalt. Branche, Region, Tarifbindung, Unternehmensgröße und Position haben großen Einfluss auf die tatsächliche Vergütung.

Ein Einstieg im Controlling kann beispielsweise anders vergütet werden als eine Position im Einkauf, Vertrieb oder Supply Chain Management. Gehaltsangaben sollten deshalb immer als Orientierung und nicht als Garantie betrachtet werden.

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Durch die breite betriebswirtschaftliche Ausbildung stehen nach dem Bachelor verschiedene Karrierewege offen. Absolvent:innen können sich beispielsweise auf Controlling, Marketing und Vertrieb, Operations und Supply Chain Management, Personalmanagement oder Digitalisierung spezialisieren.

Mögliche Entwicklungsschritte sind:

  • Spezialisierung auf Einkauf oder Supply Chain Management
  • Fach- und Projektverantwortung im Controlling oder Vertrieb
  • Aufgaben im Prozess- und Transformationsmanagement
  • weiterführendes Masterstudium im Bereich BWL oder Management

Mit Berufserfahrung können Absolvent:innen zunehmend Verantwortung für Projekte, Geschäftsbereiche oder betriebswirtschaftliche Prozesse übernehmen.

Warum ist dieser Weg zukunftssicher?

Industrieunternehmen müssen ihre Wertschöpfung kontinuierlich an neue Marktbedingungen anpassen. Digitalisierung, automatisierte Produktion, internationale Lieferketten und Nachhaltigkeit verändern dabei nicht nur technische Prozesse, sondern auch Einkauf, Logistik, Controlling und Vertrieb.

Industrial Business Management vermittelt genau die betriebswirtschaftlichen Kompetenzen, die für diese Schnittstellen benötigt werden. Wer beispielsweise Produktionsdaten wirtschaftlich bewerten und gleichzeitig die Auswirkungen auf Beschaffung, Kosten und Lieferketten verstehen kann, ist in unterschiedlichen Unternehmensbereichen einsetzbar.

Jetzt bewerben

Du kannst Dich direkt bewerben, Deine Unterlagen hochladen oder einfach Deine Kontaktdaten hinterlassen – wir melden uns bei Dir.

Häufig gestellte Fragen

Was ist BWL – Industrial Business Management?

Es handelt sich um ein betriebswirtschaftliches Studium mit besonderem Fokus auf Industrieunternehmen. Behandelt werden unter anderem industrielle Wertschöpfung, Materialwirtschaft, Supply Chain Management, Marketing, Vertrieb und Unternehmensrechnung.

Ist Industrial Business Management ein duales Studium?

Der hier beschriebene Studiengang der DHBW ist dual aufgebaut. Theoriephasen an der Hochschule wechseln sich regelmäßig mit Praxisphasen in einem Partnerunternehmen ab.

Welchen Abschluss erhält man?

Das Studium schließt mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Bei der DHBW umfasst es sechs Semester und 210 ECTS-Punkte.

Ist Industrial Business Management dasselbe wie BWL – Industrie?

Bei der DHBW handelt es sich um die Weiterentwicklung beziehungsweise neue Bezeichnung der bisherigen Studienrichtung BWL – Industrie. Die DHBW Stuttgart führt die Bezeichnung „BWL – Industrial Business Management“ für den entsprechenden Studiengang.

Wo kann man nach dem Studium arbeiten?

Typische Bereiche sind Einkauf, Logistik, Supply Chain Management, Controlling, Finanzwesen, Marketing, Vertrieb und Personalmanagement. Damit bestehen Einsatzmöglichkeiten in zahlreichen kaufmännischen Funktionen von Industrieunternehmen.

Ist Industrial Business Management ein technisches Studium?

Der Schwerpunkt liegt auf Betriebswirtschaft, nicht auf einer klassischen Ingenieurausbildung. Studierende beschäftigen sich jedoch intensiv mit den wirtschaftlichen Abläufen industrieller Wertschöpfung und können dadurch beispielsweise Produktions-, Material- und Lieferprozesse betriebswirtschaftlich beurteilen.

SAM4Future